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Zweiter Zukunftsdialog drehte sich um Bildung & Wissenschaft

Um das Schwerpunktthema Bildung und Wissenschaft ging es beim zweiten öffentlichen Zukunftsdialog, zu dem der Kreis Warendorf im Rahmen seines Kreisentwicklungsprogramms WAF 2030 eingeladen hatte. Viele konstruktive Beiträge und eine intensive Mitarbeit prägten den Dialog. Die etwa 70 Teilnehmer - darunter neben Fachleuten auch interessierte Bürgerinnen und Bürger - begrüßte Landrat Dr. Olaf Gericke im Berufskolleg des Kreises in Beckum.

Etwa 70 Teilnehmerinnen und Teilnehmer begrüßte Landrat Dr. Olaf Gericke zum Zukunftsdialog Bildung & Wissenschaft

Landrat Dr. Olaf Gericke erläuterte zum Auftakt, worum es bei WAF 2030 geht.

Dr. Olaf Arndt (Prognos AG) stellte die Ergebnisse der Bürgerbefragung vor.

Bettina Dittmar (HOKO) berichtete über die Hochschullandschaft im Kreis.

An den Thementischen setzten die Teilnehmer sich für Projekte ein, die ihnen besonders am Herzen liegen und brachten Ideen ein.

Jeder Thementisch fertigte eine Zukunftskarte des Kreises Warendorf an.

An den Thementischen setzten die Teilnehmer sich für Projekte ein, die ihnen besonders am Herzen liegen.

Der Landrat erläuterte zum Auftakt, worum es geht. "Mit WAF 2030 möchten wir einen Kompass für die Entwicklung des Kreises erhalten. Die in den vergangenen Monaten entwickelten Projekte und erste Zwischenergebnisse wollen wir heute öffentlich diskutierten", so  Dr. Olaf Gericke. Die Ergebnisse der breit angelegten Bürgerbefragung stellte Dr. Olaf Arndt von der Prognos AG, die den Kreis beim Zukunftsprogramm berät, anschließend vor.

 

Über die vielfältige Hochschullandschaft im Kreis Warendorf und die Arbeit des Hochschulkompetenzzentrums (HOKO) berichtete  Bettina Dittmar vom HOKO. Die Einrichtung versteht sich als Schnittstelle zwischen Wirtschaft und Wissenschaft und will dazu beitragen, dass junge Menschen im Kreis vor Ort eine qualifizierte Ausbildung, vor allem in technischen Berufsfeldern, erhalten - zum Beispiel durch duale Studiengänge.


Im Mittelpunkt des Zukunftsdialogs stand die Arbeit an runden Thementischen. In kleinen Runden zu den drei Schwerpunkten Kinder frühzeitig bilden,  Übergang Schule - Beruf sowie lebenslanges Lernen konnten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu den einzelnen Projekten Stellung nehmen, neue Vorschläge machen und ihre Favoriten auf einer Zukunfts-Kreiskarte platzieren.

 

Die Arbeitsergebnisse der Thementische wurden zum Abschluss vorgestellt. Hier eine Auswahl von häufig genannten Projekten und Themen:

 

1.    Kinder frühzeitig bilden und damit Grundlagen für gute Bildungsbiographie schaffen. In den Diskussionsrunden zu diesem Thema ging es v.a. um folgende Punkte:

  • Durchgängige Sprachbildung durch die Projekte "Griffbereit" (Kleinkinder), FIT und Sprachschätze
  • Außerschulische Bildung durch Musik- und Kreativangebote wie Jedem Kind sein Instrument
  • Praxisbezug in Schulen erhöhen, dazu Angebote wie "Haus der kleinen Forscher" flächendeckend auf Grundschulen ausdehnen (gibt es bis jetzt v.a. in Kindergärten)

 

2.    Übergang Schule / Beruf so zu verbessern, dass möglichst jeder den "richtigen" Beruf findet. Als besonders wichtig erachtet wurden dazu an den Thementischen folgende Projekte:

  • Kommunale Koordinierung beim Übergang Schule/Beruf flächendeckend anbieten: In allen Städten und Gemeinden soll es feste Ansprechpartner in Schule und Wirtschaft geben, die bei der Berufsorientierung helfen
  • Berufsbilder bekannter machen, für die sich nur wenige Jugendliche interessieren, z.B. Jungen auch für Pflegeberufe interessieren!
  • Migranten gezielt beim Übergang Schule/Beruf begleiten

 

3.    Lebenslanges Lernen flächendeckend ermöglichen - die Voraussetzungen dafür können verbessert werden v.a. durch:

  • Schulen, v.a. Grundschulen, dauerhaft wohnortnah anbieten durch flexible Lösungen
  • Inklusion: umfassende sonderpädagogische Förderung erhalten und Förderschulen nicht voreilig auflösen
  • Weiterbildungsangebote auch für Handwerker und den technischen Bereich vor Ort ausbauen eng mit der kommunalen Arbeitsmarktpolitik vernetzten

 

Am Montag, 27. Mai, geht es mit den Zukunftsdialogen in die dritte Runde. Ab 18 Uhr steht dann in Oelde bei der Firma Haver & Boecker, Carl-Haver-Forum, Carl-Haver-Platz 3, das Thema Arbeit & Wirtschaft auf dem Programm. Interessierte Bürgerinnen und Bürger sind zur Teilnahme eingeladen.

Weitere Informationen und Anmeldungen finden Sie unter "Veranstaltungen"